Kreuz am Schliffkopf – Nur Gott ist über uns

Kreuz am Schliffkopf im Nationalpark Schwarzwald

Wie finden?

Von der Schwarzwaldhochstraße (B 500) beim Schliffkopf-Hotel aus erreicht man in ca. 15 min das Gipfelkreuz am Schliffkopf (1053m).

Was gibt es zu entdecken?

Eine herrliche Rundumsicht, bei klarem Wetter bis in die Alpen. Da die Sicht auch nach Osten hin offen ist, eignet sich das Gipfelkreuz auch zur Betrachtung des Sonnenaufgangs in aller Frühe.

Ringsum sind die sogenannten Grinden zu sehen. Das sind feuchte Weideflächen durchsetzt mit Legföhren, Birken usw. Zur Entstehung siehe unter Geschichte.

Gottesdienste

Ökumenische Gottesdienste im Grünen jeden 3. Sonntag im Monat um 10.45 Uhr von Pfingstmontag bis September.

Alle Termine für 2017 finden Sie hier.

Unternehmungen

Von dort aus bieten sich herrliche Wanderungen (Rundwege, Panoramawege), auch der berühmte Westweg führt daran vorbei.

Geschichte

Kreuz
Das Kreuz auf dem Schliffkopf wurde nach langen Verhandlungen mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe 2001 durch den CVJM Obrtal und Mitarbeiter aus der Kirchengemeinde Obertal erstellt. Bereits vorher gab es Gottesdienste im Grünen an dieser Stelle. Eine Steinplatte am Kreuz dokumentiert die Geschichte des Gottesdienstortes.

Grinden
Die rings um das Gipfelkreuz zu sehenden Grindenflächen (Grinde = ursprünglich kahler Kopf) sind von Menschen verursachten fast baumfreien Feuchtheiden auf dem abgeflachten Buntsandstein-Höhenrücken.

Entstanden sind diese Grindenflächen aufgrund der stetig wachsenden Bevölkerungszahlen im Mittelalter, die einen großen Bedarf an Holz und Weideflächen verlangte. Nach Einstellen der Beweidung in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts bestand die Gefahr, dass die offenen Flächen wieder zu Waldflächen werden. Durch Pflegemaßnahmen und gezielte Beweidung versucht der Mensch die landschaftsprägenden und ökologischen Flächen der Grinden zu erhalten. Die Grinden, die teilweise von größeren Torfkörpern bedeckt sind  (Hochmoore), besitzen im Nationalpark Schwarzwald eine Gesamtfläche von rund 300 Hektar und umfassen dabei etwa 3 % der Gesamtfläche des Nationalparks Schwarzwald. Sie sollen erhalten, dauerhaft gepflegt und miteinander vernetzt werden.

Wandervorschlag

Wegbeschreibung

Wir starten an der Lärchenhütte in der Buhlbachsaue und folgen der blauen Raute Richtung Buhlbachsee. Nach einem schönen Wiesental erreichen wir den Wald und betreten den Nationalpark Schwarzwald. Am Buhlbach entlang geht es nach oben. Am ruhigen Karsee angekommen genießen wir die Ruhe und den Blick. Hier ist Zeit zum Innehalten und vielleicht für ein Gebet. Auf wilden Waldwegen gehen wir steil hinauf zur Schwarzwaldhochstraße. Wir queren sie und gehen weiter bis zum Sporthotel Zuflucht. Dort folgen wir dem Westweg Richtung Schliffkopf auf schönen Wiesenpfaden über Stock und Stein, vorbei an alten Fichten, Heidekraut und Wollgras bis wir den Sattel Schwarze Lache erreicht haben. Aussichtsreich geht es auf dem Westweg weiter zum Lotharpfad. Unter der Woche ist nicht viel los und ein kurzer Abstecher über umgestürzte Bäume, an kunstvollen Wurzeln und an kleinen nachgewachsenen Tannen vorbei lohnt sich.

Wieder auf dem Westweg genießen wir die Aussicht und erreichen über den Schwabenrank und das Steinmäuerle schließlich das Naturschutzgebiet Schliffkopf. Offene Grindenflächen, Wollgrasmoore und besondere Tiere, wie beispielsweise die Kreuzotter können wir hier mit ein bisschen Glück entdecken und bestaunen.

Am Schliffkopfkreuz halten wir inne: Nur Gott ist über uns.

Nach einer Pause frisch gestärkt gehen wir über die Schliffkopfgrinde zurück zum Parkplatz Steinmäuerle. Wir überqueren die B500 und folgen der blauen Raute: Rechtmurgwegle bis zum Murgursprung. Durch den Wald und an der Rechtmurg entlang steigen wir wieder ins Buhlbachtal hinab  (Köpflesbauerndurchlasshütte, am Fischerstüble). Nachdem wir die Großmuttertanne bestaunt haben, gehen wir an der Glashütte der gelben Raute folgend wieder zurück zum Wanderparkplatz.