Tour 1: Kniebiser Heimatpfad - spirituell erlebt

Evangelische Kirche Kniebis

Evangelische Kirche Kniebis

Katholische Kirche Kniebis

kathlosche Kirche Kniebis

Wegbeschreibung

Wir beginnen den wunderschönen Kniebiser Heimatpfad am Besucherzentrum Schwarzwaldhochstraße Freudenstadt-Kniebis. Der Heimatpfad ist vorbildlich ausgeschildert: Zum einen finden Sie überall geschnitzte Holzschilder mit der Ausschrift Heimatpfad, zum anderen führt sie der weiße Schriftzug Kniebis auf grünem Hintergrund über den gesamten Pfad.

Wir gehen gegenüber dem Besucherzentrum vom Lammlift nach rechts bis zum Stadion (Bushaltestelle) – dann nehmen wir den Rankweg und gehen zum Ellbachseeblick (Ausblick). Bis hier folgen wir der gelben Raute. Dann geht es mit der blauen Raute über Parkplatz Kohlwald zum Buchschollen (Ausblick). Über den Jägerpfad und den Vogelpfad gelangen wir am Friedhof vorbei nach Kniebis Dorf (Bushaltestelle). Wir machen einen Abstecher zur Klosterruine und nehmen uns Zeit für einen Gang in den Klostergrund. Wir lassen die alten Mauern auf uns wirken. Der Rest-Kirchenraum bildet die ganze Lebensspanne eines Menschen ab. Der erhaltene Taufstein erinnert an die Geburt und Taufe eines Menschen, die zwei Epitaphien erinnern uns daran, dass die Sterblichkeit zu jedem Menschen dazugehört.

Eine Info-Tafel informiert über die Geschichte des Klosters, dessen Anfänge im 13. Jahrhundert liegen.  Nach einem Brand 1799 wurde es zerstört und nicht wieder aufgebaut. Mit der neben der Ruine erstellten Friedensglocke, gestiftet 2003, wird zu Gottesdiensten im Klostergrund eingeladen. Ein Kräutergarten erinnert heute noch an die Hospizarbeit des Klosters. Vom Klostergrund aus wandern wir auf die kleine Anhöhe mit der evangelischen Kirche. Im Frühjahr, Sommer und Winter gestaltet die Kirchengemeinde in ihr wechselnde Ausstellungen.

Von Kniebis-Dorf (gelbe Raute ab hier) geht es über Fußgängerbrücke, Abendwieshütte (Grillstelle) zur Mooswiese. Nach dem Naturfreundehaus erreichen wir die Fahrtstraße nach Bad Rippoldsau. Nun gilt es aufzumerken: Wir lenken unseren Blick straßabwärts und entdecken nur wenige Meter entfernt das katholische St.- Josefs-Kirchlein.

Wieder nehmen wir uns Zeit für einen kleinen Abstecher und treten in die Kirche ein. Sofort werden Sie vom warmen Gold des Altarbildes angezogen. Es zeigt in den Außenflügeln die Hl. Barbara und die Hl. Katharina, die beide zu den 14 Nothelfern gehören und vor Unglück bewahren sollen.  Der Mittelteil zeigt den Heiligen Josef, Namenspatron der Kirche, auf dem Sterbelager im Beisein von Jesus und dessen Mutter Maria - ein häufiges und beliebtes Bild um die Jahrhundertwende. „Es soll das Patronat für eine gute Sterbestunde darstellen, für das der Hl. Josef Verantwortung trägt: So wie er im Beisein Jesu sterben durfte und alle Tröstungen und Heilszusagen Jesu in der Begleitung der Gottesmutter erhielt, so soll auch er bei uns für sprechen, dass auch wir ganz getröstet und bestärkt ohne Furcht sterben dürfen.“ So Pfarrer Frank Maier. 

Über Heide, Waldblick, Beim Waldblick, Moos und Lammlift kommen wir zurück (blaue Raute im letzten Abschnitt) zum Besucherzentrum Schwarzwaldhochstraße Freudenstadt-Kniebis.

Gut zu wissen:

  • Startpunkt/ Zielpunkt: Besucherzentrum Schwarzwaldhochstraße Freudenstadt-Kniebis (937 m)
  • Anfahrt: Von Freudenstadt oder Straßburg über die B28 - direkt an der Bundesstraße liegt das Besucherzentrum Schwarzwaldhochstraße Freudenstadt-Kniebis, von Baden-Baden über die B500 und dann B28
  • Parken: am Besucherzentrum Schwarzwaldhochstraße Freudenstadt-Kniebis und entlang der B28
  • Öffentlicher Nahverkehr: Von Freudenstadt aus die Linie 7266 und 12, am Wochenende Linie F2 und F13.
  • Rundweg

Tourentipp:

Evangelische Kirche:geöffnet 9 bis 18 Uhr, wenn Ausstellungen gezeigt werden. Die evangelische Kirchengemeinde lädt im Sommer zu Gottesdiensten im Grünen ein, sowohl beim Ellbachseeblick, den Sie bereits passiert haben, sowie im Klostergrund.

Katholische Kirche, täglich 9 bis 18 Uhr: Die Geschichte der Kirche (Grundsteinlegung 1899) und der katholischen Kirchengemeinde erläutert ein ausliegendes Büchlein.

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Tour 2: Bäume wie an Wasserbächen gepflanzt (Bad Peterstal)

Wegbeschreibung

Wir beginnen unseren Weg am Parkplatz am Friedhof, wir gehen nach unten an der katholischen Kirche vorbei. Diese sparen wir uns für den Heimweg auf. Erst gehen wir nach rechts an der Renchtalstraße entlang. Nach dem Schwanen biegen wir rechts zur evangelischen Kirche auf dem Lutherweg ab. Wir betreten sie und genießen.

Wir gehen den Lutherweg hinauf, halten uns am Rumpelstilzchenpfad rechts, gehen an der Wassertretstelle vorbei und betreten den Premiumweg „Himmelssteig“. Auf anderthalb Kilometer besteigen wir jetzt etwa 200 Höhenmeter. Die Anstrengung vergessen wir aber fast, da die Natur um uns herum und die Wege unter unseren Füßen so vielfältig ist. An der Badkanzel geht es vorbei und schließlich erreichen wir eine Himmelsliege. Wir genießen eine kurze Verschnaufspause, einen Schluck zu Trinken und die schöne Aussicht ins Renchtal hinein.

Wir folgen dem Himmelssteig und gehen kurz entlang eines Tiergeheges bergauf. So umgehen wir auf dem Wiesenpfad die wenigen Häuser hier oben am Überskopf. Über einen Wurzelpfad statt Straße geht’s weiter, an Fretzeck vorbei. Wir folgen dem Wanderschild: Holchenwasserfall. Über Wiesenwege, meist am Waldrand entlang geht es einsam an zwei Höfen vorbei. Wir erreichen einen breiteren Forstweg und umrunden den Talabschluss. Plötzlich biegt ein ganz schmaler Pfad rechts ab: Über federnden Waldboden wandern wir talwärts, durch ein Buchenwäldchen und am Paradies-Felsen vorbei. Schon von weitem hören wir den Holchenwasserfall. Mitten im Wald fällt er auf zwei Stufen etwa acht Meter hinunter. Die Bäume, die hier an Wasserbächen wachsen, sind besonders grün und scheinen die nasse Abkühlung zu genießen.

Wer möchte, kann jetzt zum Himmelsfelsen hinaufsteigen, was viel Anstrengung, aber mindestens so viel Aussicht mit sich bringt: Auf 1,2 Kilometer sind 100 Höhenmeter zu überwinden. Wem das zu viel ist, geht nach dem Wasserfalls rechts ab durch Hunersbach bis nach Palmspring.

Wir achten auf den Himmelssteig-Wegweiser rechts am Weg. Über Holzstufen führt er uns auf einen wildromantischen Waldpfad durch ein lauschiges Bergbachtal. Hier rauschtˈs und plätschertˈs, sattgrün sind Farne und Büsche, moosig die Felsen. Durch lichten Wald geht es weiter, über einen Bergkamm, dann kreuz und quer auf moosigem Pfad bergab. Wir passieren eine Holzlagerstelle am Forstweg, überqueren eine kleine Straße. Dort ist der Einstieg in einen wurzeligen Waldpfad, der uns rund einen Kilometer bergauf, bergab Tannenwald genießen lässt. Wohlverdient ist der gemütliche Ausklang des Himmelssteigs. Auf Wald- und Wiesenwegen wandern wir gemächlich rund 1,8 Kilometer das Freiersbachtal entlang. Ab und zu schauen wir auf die ersten Häuser des Ortes, immer mal haben wir Talblicke. Auf engstem Raum schieben sich hier die Schwarzwaldhänge ineinander. Kurz vor dem letzten Stück Wiesenpfad lädt uns noch eine Himmelsbank mit Rastplatz und Getränkebrunnen zu einem letzten Päuschen ein. Die Häuser von Bad Peterstal kommen in Sicht.

Wir gehen die Schwimmbadstraße entlang, bis wir die katholischen St-Peter-und-Paul-Kirche erreichen. Wir bestaunen den großen Baum auf der Eingangstüre. Er steht wohl für den Glaubensbaum, der nah am Wasser steht, und deswegen viel Früchte trägt. Wir betreten die von außen klein wirkende Kirche. Drinnen überrascht uns die reiche Innenausstattung. Die Kirche im Weinbrennerstil ist eine Hallenkirche und verdankt ihre reiche Ausstattung dem Kunstsinn der Promonstratensermönche im Kloster Allerheiligen. Von den fünf Altären der Klosterkirche Allerheiligen kamen drei nach der Säkularisation im Jahre 1803 in unsere Kirche.

 

 

Zur evangelischen Kirche Bad Peterstal-Griesbach

Vorgeschichte

Zur 1938 selbständig gewordenen evangelischen Kirchengemeinde Oppenau gehören mit Oppenau und Ortsteilen auch Bad Griesbach und Bad Peterstal.

In Bad Peterstal wie in Bad Griesbach wurden in kommunalen Räumen Gottesdienste abgehalten, die insbesondere im Sommer mit Kurgästen völlig überfüllt waren. Pfarrer Zimmermann (1951 – 1956) und der Kirchengemeinderat bemühten sich daher früh um den Bau einer Evangelischen Kirche in Bad Peterstal.

Kirchlein am Lutherweg

Schon am Ostermontag, am 11. April 1955, konnte in Bad Peterstal die neue evangelische Kirche eingeweiht werden.

Das Kirchlein im Lutherweg bot Platz für 108 Besucher, musste aber bereits vier Jahre später um der Kurgäste willen erweitert werden. Seitdem gehören zur Peterstaler evangelischen Kirche auch ein Sprechzimmer für Einzelgespräche, ein größerer Nebenraum mit Falttür für Gemeindeveranstaltungen sowie ein WC.

1970 konnte mit Spendenmitteln durch die Firma Mühleisen/Straßburg die Orgel im Altarraum errichtet werden.

Seit 2002 wird der Innenraum der Kirche durch das große schlichte Altarraumfenster des Künstlers Andreas Felger geprägt (Psalm 36,10: "Bei dir ist die Quelle des Lebens und in deinem Lichte sehen wir das Licht"), dem ein Rundfenster mit einem pfingstlich glühenden Herz-Kreuz über der Empore gegenüber steht

Gut zu wissen:

  • Startpunkt/ Zielpunkt: Parkplatz am Kirchberg in Bad Peterstal:  Kirche geöffnet 9.00 Uhr - 17.00 Uhr
  • Anfahrt: B28
  • Parken: Parkplatz am Kirchberg in Bad Peterstal
  • Öffentlicher Nahverkehr: Haltestelle Bad-Peterstal Bahnhof, SWE nach Offenburg / planen über: www.efa-bw.de

Tourentipp:

Sehenswürdigkeiten: Himmelsfelsen, Holchenwasserfälle, Himmelsliegen, Getränke gegen Obulus im Wasser zu holen

Dauer ca. 4 Stunden

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Tour 3: Einladung zur Einkehr (St. Antonius - Griesbach)

Kath. Kirche Griesbach

Evangelische Kirche Peterstal

Ein Kirchenbesuch - St. Antonius, Bad Griesbach

Zur Pfarrei

Der Bad Peterstaler Ortsteil Bad Griesbach liegt im schmalen Kerbtal der oberen Rench bei der Einmündung des Griesbächle. Der Name Griesbach reicht noch ins Mittelalter zurück (1593). Am sonnigen Nordhang des Breitenbergs, wenige hundert Meter unterhalb des Zusammenflusses von Rench und Wilder Rench, steht in der schmalen Talsohle zwischen Schul- und Pfarrhaus das über hundertjährige Gotteshaus. Am 29.10.1905 erfolgte der Feierliche Einzug der Filialgemeinde in das neue Gotteshaus. Wie in Bad Peterstal haben die Heilquellen in Bad Griesbach eine lange Tradition. 1905 wurde Bad Griesbach als eigen Pfarrei von Bad Peterstal abgetrennt; heute leben 650 Katholiken im kleinsten der drei Orte unserer Seelsorgeeinheit.

Patrozinium: 13. Juni

Pfarrkirche

Das helle weiß verputzte Gebäude besitzt in den Langhauswänden und in der Chorapsis hohe spitzgotische Fenster. Es wird von einem steilen zeltartigen Satteldach bedeckt. Langhaus- und Chorwände werden durch Strebepfeiler gestützt. Sie sind wie die Eckkanten von Turm und Langhaus aus rotem Nordschwarzwälder Buntsandstein gehauen.

Das Langhaus der Antoniskirche ist ein rechteckiger, neugotischer Sall mit fünf Jochen ohne Seitenschiff. Er ist von Kreuzrippen aus Buntsandstein überwölbt. Auf der Nordseite sind zwei kleine Kapellen aus Buntsandstein angebaut: im Osten die Beichtkapelle und im Westen die Taufkapelle. Heute steht der Taufstein jedoch vorne in der Beichtkapelle. Im Osten liegt nach altchristlicher Tradition der Chorraum. Er ist schmäler als das Langhaus. Sein Grundriss besteht aus fünf Seiten eines regelmäßigen Achtecks.Bei der letzten Renovation erhielt die Kirche einen neugotischen Hochaltar, auf dem die Szenen der Geburt und die der Himmelfahrt Christi beschaffen sind. Die Wände des Chorraumes verzieren drei Statuen. Die der Maria Königin mit Kind, ein hl. Josef und die des großen Schweizer Friedensheiligen Bruder Klaus von Flüe. An der Südwand des Langhauses sind die Figuren des St. Antonius, dem Kirchenpatron, des hl. Wendelin und seit kurzem die Statue von Adolf Kolping angebracht.

Antonius-Kapelle

Der Kapellenberg war im Jahre 1902 als Bauplatz für die neue Kirche im Gespräch, da er „vermöge seiner freien Lage die besseren Vorteile bot". „Erhebliche Terrainschwierigkeiten und damit zusammenhängend bedeutende Kosten für Stützmauer u. Grabarbeiten" ließen den Plan glücklicherweise scheitern. So blieb die alte Antoniuskapelle der Nachwelt erhalten. Von der abgerissenen Badkapelle wurden die gotischen Maßwerkfüllungen herauf gebracht, die der ganzen Anlage einen romantischen Anblick verschaffen. Das Alter der Kapelle lässt sich nicht mehr bestimmen. Einziger Anhaltspunkt zur Datierung ist das 1678 gemalte Altarbild für das damals bestehende kleine Gotteshaus. Die Stiftungsinschrift hängt wohl mit der Brandkatastrophe vom gleichen Jahr zusammen.

Erzberger-Kapelle

Am 6. Dezember 1921, wenige Monate nach dem Mord an Reichsfinanzminister a. D. Matthias Erzberger, trat ein Ausschuss christlicher Politiker unter Federführung von Prälat Josef Schofer (1866 - 1930) an die Kirchenbehörde mit der Absicht heran, „mit vorhandenen Mitteln an der Stelle, wo Matthias Erzberger gestorben ist, eine Kapelle zu erbauen. Die Kapelle soll ausschließlich den christlichen Zweck der Entsühnung haben." Inflationsbedingt konnte der  Plan erst kurz vor Ausbruch der Herrschaft der Nationalsozialisten verwirklicht werden konnte. Am 20.09.1931 wurde die Einweihung der Erzberger-Gedächtnis- und Sühnekapelle „Regina pacis" durch Domkapitular Dr. Bernhard Jauch, Freiburg vollzogen.

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Tour 4: Von der Zuflucht nach Oppenau

Katholische Kirche Oppenau

Evangelische Kirche Oppenau

Wegbeschreibung

Wir beginnen unsere Tour an der Zuflucht und folgen der blauen Raute erst am Kehler Loch, dann an der Kohlgrube vorbei. Wir gehen den Pechweg entlang, bis wir beim Buchkopfturm ankommen. Wir steigen hinauf und genießen die Aussicht. Schön, von hier oben nach unten zu schauen! Nach dem Buchkopfturm gehen wir weiter auf Schotterwegen abwärts, linkerhand am Brandkopf vorbei. Nach Rohrenbach halten wir uns rechts und gehen auf Waldwegen überwiegend abwärts bis Wilfeneck. Auf einer aussichtsreich gelangen wir nach Maisach. Am Ausgang des Ortes machen wir einen Abstecher zum Maisacher Grat. Die schöne Felslandschaft, die Aussicht und das Erfolgsgefühl oben angekommen zu sein, ist empfehlenswert. Nach einiger Zeit gehen wir zurück und folgen dem Bächlein Maisach nach Oppenau. Am Lierbach entlang und auf der Bachstraße gehen wir, bis wir am badischen Hof rechts abbiegen und über die Hauptstraße gehen.

Sankt Johannes Baptist – die katholische Kirche in Oppenau – ist schon von weitem zu sehen, und vielleicht an ihrem schönen Glockengeläut zu hören. Wir treten ein und bestaunen die Ausmaße des klassizistischen Stils. Wir bewundern das Altarbild, ein kostbares frühbarockes Bild aus dem 17./18. Jahrhundert, das die "Kreuzabnahme" zeigt. Vielleicht haben wir Glück und jemand spielt uns etwas auf der historischen Stieffel-Orgel vor.

Wenn wir genug haben, suchen wir linkerhand die Poststraße und gehen bis zur Karl-Friedrichstraße 11. Dort steht die evangelische Kirche. Ist sie auch von außen recht unscheinbar, gehen wir hinein und sind erstaunt von dem hellen, freundlichen und bunten Altarfenster. Das Kreuz auf dem Altar und den Taufstein schauen wir uns genauer an und entdecken zwei nette kleine Besonderheiten…

 

 

Zur evangelischen Kirche Oppenau

Vorgeschichte

Seit 1894 wurde den evangelischen Diaspora-Christen im oberen Renchtal von der Stadt Oppenau ein Schulsaal zur Abhaltung ihrer Gottesdienste überlassen.

Schon vor dem 1. Weltkrieg hatten die Evangelischen begonnen, Mittel für eine eigene Kirche zu sammeln, doch erst in den dreissiger Jahren rückte dieses Ziel in greifbare Nähe. Der Antrag an die politische Gemeinde, den Neubau durch eine Bauholzspende zu unterstützen, wurde allerdings Anfang 1938 zunächst vom damaligen Kreisleiter  abschlägig beschieden: „Ich habe … davon Kenntnis genommen, dass die evangelische Diasporagemeinde Antrag auf Überlassung des erforderlichen Tannenholzes zum Kirchenneubau und zwar kostenlos gestellt hat. Ich halte es für unmöglich, dass im Dritten Reich solchen Anträgen stattgegeben werden kann …“ Schließlich wurde das Bauholz aber doch nach langem Hin und Her zwischen unterschiedlichen Behörden genehmigt und bereit gestellt.

Zur Sicherung der Finanzierung durch eine Ortskirchensteuer wurde die evangelische Diasporagemeinde durch den Evangelischen Oberkirchenrat mit Wirkung vom 2. August 1938 zur eigenständigen Kirchengemeinde Oppenau erhoben, „zu deren Kirchspiel … Oppenau, Bad-Griesbach, Bad-Peterstal, Ibach, Lierbach, Maisach, Ramsbach gehören“. An der Karl-Friedrich-Straße zwischen Oppenauer Bahnhof und Allmendplatz war ein Wiesenstück im Gewann „Lustgarten“ gekauft worden.

Bau

Am 23. April 1939 erfolgte die Grundsteinlegung. Der Rohbau war bis auf den Turmhelm fertig, unter der Kirche war vorschriftsmäßig ein Luftschutzkeller errichtet, als durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs der Bau zum Stillstand kam. Im letzten Kriegsjahr wurde das leer stehende Gebäude sogar als Munitionslager benutzt und nach Kriegsende durch die französischen Truppen Konfiskationsgut darin gelagert. Mit diesen Gütern verschwand auch das zur Fertigstellung der Kirche benötigte Baumaterial.

Durch die große Zahl von Flüchtlingen aus evangelischen Gebieten wuchs auch die Zahl der Gemeindemitglieder rasch an, deren Eingliederung viel Einsatz erforderte.

Die Kirche

Erst 1950 konnte die neue, eigene Kirche vollendet werden. Am 5. März 1950 erfolgte die Einweihung durch Landesbischof Dr. Bender. In den im Vergleich zu den Vorkriegsplänen deutlich verkleinerten Kirchturm wurde eine historische, 1843 in Straßburg bei Edel gegossene, Glocke gebracht, die in Legelshurst den Weltkrieg überstanden hatte und von der dortigen Kirchengemeinde günstig erstanden werden konnte.

In der Oppenauer Wirkzeit von Pfarrer Ulrich Köstlin (1966 - 1975; gestorben am 3.12.1999) erfolgte 1973 eine gründliche Umgestaltung des Altarraums der Kirche. Der Bildhauer Jürgen Görtz schuf ein Taufbecken, Altarkreuz und –leuchter und entwarf einen zwölffüssigen Altar. Er nahm dabei Bezug auf die Baugeschichte der Kirche durch den Weltkrieg hindurch und die Munitionsfunde im Kirchenkeller: Eine ehemalige Munitionskiste wurde für den Friedensdienst umgewidmet ("Schwerter zu Pflugscharen") und diente als Baustein und Grundmaß für Taufbecken und Altar. Auch das Altarkreuz aus in Bronze abgegossenen Kistenbrettern, die "Mensch werdende" Heilig-Geist-Taube und die beiden Reliefs auf dem Taufbecken und der ebenfalls tierisch-menschliche "Angsthase" des Leuchters nehmen darauf Bezug.

Das abstrakte Fenster hinter dem Altar stammt von Horst Leyendecker. Mit floral wirkenden Formen interpretiert es das Sämannsgleichnis (Matthäus 13) von Gottes großzügiger Saat auf das vierfache Ackerfeld der Menschen.

Modernisierung

Seit 1995 hat die Kirche eine für die Ausmaße der Kirche großzügige Pfeifenorgel der Orgelwerkstatt Vier/Oberweier, die seitdem den Gemeindegesang trägt. Nur durch eine Vielzahl von Spenden aus der Gemeinde, aber auch aus der katholischen Nachbarpfarrei und der politischen Gemeinde konnte sie verwirklicht werden.

Seit 1999 speist eine thermische Solaranlage auf dem Kirchendach Sonnenenergie in die gemeinsame Heizung von Kirche und benachbartem Pfarr- und Gemeindehaus.

2004 wurde der Kirchenkeller, der ehemalige Luftschutzkeller, zum Internetcafé „ARCHE“ für Jugendliche ausgebaut und bis 2011 auch als offener Jugendtreff genutzt.

Wieder an der frischen Luft gehen wir die Poststraße weiter zur Bahnhofstraße und gelangen an unser Ziel an.

Gut zu wissen:

  • Startpunkt: Haltestelle Zuflucht
  • Zielpunkt: Bahnhof Oppenau (ca. stündlich fährt ein Zug nach Karlsruhe)
  • ÖPNV Für die Abfahrtszeiten planen Sie am besten mit www.efa-bw.de

Tourentipp:

Aussichtsreich, abwechslungsreich, Achtung: kein Rundweg, es geht ständig abwärts.

Ev Kirche Oppenau: Karl-Friedrich-Straße 11, 77728 Oppenau;

Kath Kirche. beim Almendplatz 2 und beim Rathausplatz: offen: 9.00 -17.00 Uhr

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Tour 5: Immer der Acher entlang – vielfältige Bachbilder und Kirchenräume entdecken

Stabkirche

Wegbeschreibung

Wir beginnen unsere Tour am Hauptbahnhof in Kappelrodeck. Den Bahnhof verlassen wir talaufwärts und erhalten beim Gang über eine Fußgängerbrücke entlang den Bahnschienen einen ersten interessanten Blick in das Bachbett der Acher.

Wir überqueren dann die Bahnschienen und folgen zunächst der Straße „Venedig“, dann der Trompeterstraße der Acher entlang. Beim Blumengeschäft Hodapp in der „Endivienkurve“ nach rechts abbiegen – von dort aus ist der mit 72 m hohe Kirchturm der St. Nikolauskirche gut sichtbar.

In der Kirche entdecken wir einen harmonischen neugotischen Kirchenraum. Sehenswert der Hochaltar, der Kreuzweg entlang den Säulen im Nazarenerstil, die Glasfenster, die zwölf Apostel als lebensgroß geschnitzte Holzfiguren im Mittelschiff, der Josefsaltar sowie der Nikolausaltar. Alles ist sehr anschaulich gestaltet und mit Kindern lässt sich gut entdecken, um welche biblischen Geschichten es sich bei den Darstellungen handelt.

Wieder draußen bietet sich ein Eis auf dem Marktplatz in Kappelrodeck an, bevor es dann die Straße beim „Warteck“ weiter geht entlang der Acher durch die Straße „Grüner Winkel“ bis zur kleinen ev. Kirche.

Dann haben wir zwei Möglichkeiten. Entweder gehen wir über die Acherbrücke aus massivem Holz und die Überquerung der Straße hin zum Bahnhof Kappelrodeck Ost. Von dort aus fahren wir weiter nach Ottenhöfen.

Oder wir gehen die vier Kilometer weiter talaufwärts am Zuckerbergschloss und an den Wohnmobilstellplätzen vorbei. Wir halten uns am Ende des Geländes ca. 300 m nach rechts, bis dann wieder ein Wiesenweg entlang der Acher Richtung Ottenhöfen führt. Vorbei an der Reinbauernmühle durch den Lauenbach geht es am „Schwarzwälder Hof“ vorbei und dann auf einem Wiesenweg hin zur Kirche St. Anna in Ottenhöfen. Die Kirche wirkt so ganz anders als die Kappelrodecker Kirche. Ein großer, lichtdurchfluteter Kirchenraum ohne Säulen erwartet uns. Die Kirche wurde St. Bernhard und St. Anna geweiht, deswegen befindet sich links eine Statue von St Bernhard und rechts eine von St. Anna. Beim Weitergehen halten wir uns rechts kommen in die Albert-Köhler-Straße und von da aus nach wenigen hundert Metern zur kleinen ev. Stabkirche. Als Vorbild dienten die norwegischen Holzkirchen. Beeindruckend ist das Gemälde, das den Blick von der Hornisgrinde in die Heimat zeigt.

Wir folgen weiter der Acher und überqueren dann beim Gasthaus Kreuz die Hauptstraße und folgen dem Weg an der Acher entlang nach Seebach. Dabei begleiten uns herrliche Bachbilder.

In Seebach schließen wir die Wanderung in der idyllischen Dorfkirche „Herz Jesu“ mit einer beeindruckenden Figur des Auferstandenen.

Gut zu wissen:

  • Startpunkt/ Zielpunkt: Bahnhof Kappelrodeck
  • Anfahrt: mit PKW
  • Parken: Parkplatz Mummelsee
  • Öffentlicher Nahverkehr: Achertalbahn Hauptbahnhof Kappelrodeck

Streckenwanderung, ca. 8  km lang, dauert rund 3,5 Stunden    

Tourentipp:

Öffnungszeiten der Kirchen:

Kath. Kirchen täglich geöffnet: St Nikolauskirche

Stabkirche in Ottenhöfen im Sommer: Auskunft beim evang. Pfarramt, Tel. Telefon: 07842 / 988 96.

Einkehrmöglichkeiten: Eisdiele, Pizzeria und Gasthaus am Marktplatz Kappelrodeck, Ottenhöfen Hotel Pflug, Gasthaus Sternen.

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Tour 6: Der "alde Gott" lebt noch

Wegbeschreibung

Mit den sagenumwobenen Gaishöll- Wasserfällen startet der AldeGott-Genießerpfad. Auf 13 Brücken und 225 Stufen entlang der Wasserfälle kommen Sie auf den Hörchenberg/Bischenberg, wo die ersten Einkehrmöglichkeiten auf Sie warten. Nach einer Stärkung geht es direkt zu einem weiteren Höhepunkt, einer Kornmühle aus dem 18. Jahrhundert. Nun kommt der nächste kleinere Anstieg durch Kastanienwälder, Streuobstwiesen und Weinberge.

Entlang des alten Postweges und durch Hohlgassen hindurch faszinieren immer wieder die verschiedenen Eindrücke und Ausblicke auf den Ort, die Rheinebene und auf die Vogesen.

Etwa nach der Hälfte der Strecke eröffnet sich nun ein Weitblick auf den Schwarzwald und die Hornisgrinde. Auf dem Weg liegt das Weingut Königsrain und kurz darauf folgt das Weingut Schelzberg mit angeschlossener Gastronomie. Nach getaner Pause geht es zum Ursprung des „Alde Gottes“. Ein Bildstöckle zeugt von der Sage des Alde Gottes, einen weiteren Panoramablick gibt es gratis dazu. Vorbei an weiteren Obstwiesen, alten Fachwerk-Bauernhäusern und Schnapsbrunnen gelangt man wieder zum Startpunkt der Gaishöll-Wasserfälle.

Die 360 Grad sind geschafft und eine wunderbare Tour durch Natur- und Kulturlandschaften des Schwarzwaldes erlebt. Die Tour hat eine Länge von ca. 10 km und 3-5 Stunden verbringt man gerne auf diesem Weg.

Es gibt einen schönen ausgeschilderten Zuweg zum Genießerpfad, der zentral am Kurhaus „Zum Alde Gott“ startet. Ein kurzer Anstieg durch Weinberge führt die Wanderer zur „Badischen Bank", von der aus der Gast einen ersten Panoramablick über Sasbachwalden erhält.

Gut zu wissen:

  • Startpunkt/ Zielpunkt:
  • Anfahrt:
  • Parken:
  • Öffentlicher Nahverkehr: ÖPNV: Buslinie 7123 Achern – Sasbachwalden,

Haltestelle ??

Tourentipp:

Öffnungszeiten der Kirchen

Sehenswürdigkeiten:

Einkehrmöglichkeiten:

Informationen:

Fromme Hirtenknaben sind der Legende nach die Begründer der Wallfahrt zur hl. Dreifaltigkeit in Sasbach-Hochfelden. So wird erzählt: als Hirtenknaben ihre Herden hüteten, da flog eines Tages ein Vöglein über sie weg, das ein weißes Blatt in seinem Schnabel trug und gerade über sie. herabfallen ließ. Voll Staunen hoben sie es auf und erkannten auf demselben ein Bild der Heiligen Dreifaltigkeit mit der Krönung Mariens. Sie hefteten dieses Bild an einen Baum und begannen davor zu beten. Bald kamen Kinder und Erwachsene aus dem Dorf, das Bild zu sehen und zu verehren. Um es zu schützen vor den Einflüssen der Witterung, bauten sie in primitiver Weise aus Asten und Zweigen eine kleine Kapelle - der unscheinbare Anfang der später mächtig aufblühenden Wallfahrt.

Am 2. Juli 1695 wurde mit dem Bau einer Kapelle begonnen, die infolge der aufblühenden Wallfahrt mehrmals erweitert und 1710 zum Fest der Heiligen Dreifaltigkeit einen neuen herrlichen barocken Hochaltar, Kanzel und Beichtstühle durch den berühmten Bildhauer Philip Winterhalder aus Gengenbach erhielt (er bekam dafür 500 Gulden in Goldgeld).

Bis zum Jahre 1803 wurde die Wallfahrt von drei Benediktinermönchen, die zum Kloster Schuttern gehörten und die Pfarrei Sasbach betreuten, mit versehen. Daran erinnern die beiden Mönchsfiguren auf dem Hochaltar: der hl. Benedikt und der hl. Gallus. In diese Zeit fällt der Höhepunkt der Wallfahrt.

Die Kirche ist in einfachem romanischem Stil, dem sogenannten Weinbrennerstil, unter der Leitung des Architekten Mors aus Rastatt, in den Jahren 1842 bis 1844 erbaut. Das absolute Kleinod der Kirche ist der Hochaltar aus der Zeit des besten Barock. Den Mittelpunkt bildet die Heilige Dreifaltigkeit mit der Krönung Mariens nach dem legendenhaften Bild, das den Hirtenknaben zufiel und in derselben Ausführung, wie es auf einem alten Ölgemälde von einem früheren Altar noch erhalten ist im Gasthaus „Zur Krone" neben der ehem. Wallfahrtskirche zu Sasbach-Hochfelden. Die Gruppe ist ein Meisterwerk der Barockschnitzerei, im Gesichtsausdruck und Haltung voller Leben und Dynamik.

Auf der Epistelseite (rechts) steht in Lebensgröße der heilige Augustinus, einer der großen Kirchenlehrer (gestorben 430), der am tiefsinnigsten über das Leben der hl. Dreifaltigkeit geschrieben hat. Unter der schönen, hochragenden Figur sehen wir den legendären Engel mit dem silbernen Löffel, mit dem er eher das ganze Meer in eine kleine Sandgrube schöpfen, als Augustinus mit seinem Verstand das Geheimnis der Dreifaltigkeit erfassen könne. Auf der anderen Seite steht der hl. Ambrosius (gest. 397), der in Wort und Schrift das Dogma der Dreifaltigkeit gegen die Irrlehrer der Arianer verteidigte. Er war auch das auserlesene Werk Gottes zur Bekehrung des hl. Augustinus.

In der oberen Nische des Altares steht in schöner Ausführung die heilige Familie. Die Familie, bestehend aus Vater, Mutter, Kind, die durch das Band der Liebe und durch die körperliche Gemeinschaft des Blutes zu einer Einheit zusammengeschlossen sind, ist das schönste irdische Abbild der Heiligen Dreifaltigkeit.

Über den beiden Altarsäulen erheben sich die zwei Heiligen im Ordensgewand des hl. Benedikt, wohl Benedikt selbst und der heilige Gallus. Der Grund liegt darin, dass Benediktiner von Schuttern über 100 Jahre die Wallfahrt in Sasbach-Hochfelden besorgten.

Hoch oben, den Altar überragend, erhebt sich die Prachtfigur St. Michael mit Waage und Schwert. In der einen Waagschale eine arme Seele, in der anderen Waagschale ein schwerer Stein, unter ihr zieht ein kleiner schwarzer Teufel. Die Waage ist das Sinnbild der Gerechtigkeit. St. Michael gilt als Führer der Seelen zum Gericht Gottes.

Besondere Erwähnung verdient die Pieta auf der linken Seite, ein herbes, bäuerliches Schnitzwerk, das im oberitalienischen Raum gegen Ende des 16. Jahrhunderts entstand. Auffallend zart geschnitzt ist der leicht nach vorn geneigte Kopf Jesu. Hier begegnet uns Maria im tiefsten Leid ihres Lebens, dort auf dem Hochaltar sehen wir sie in der Vollendung des Himmels.

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Baden-Baden

Die Evangelische Stadtkirche in Baden-Baden

… liegt direkt am Augustaplatz, nahe der Lichtentaler Allee, gegenüber dem Museum Frieder Burda: also im Herzen der Stadt. Sie ist der erste evangelische Kirchenbau im mehrheitlich katholischen  Baden-Baden. Erst mit dem Aufleben des Kurwesens, zu Beginn des 19. Jhs., kam es zur Errichtung einer evangelischen Predigtstelle, da viele Kurgäste evangelische Gottesdienste wünschten. 1855 konnte der Grundstein gelegt werden. Der Entwurf stammte von Friedrich Eisenlohr, Prof. an der TH Karlsruhe. Aufgrund wirtschaftlicher Krisen verzögerte sich die Fertigstellung jedoch.

Einen großen Spendenzufluss brachte schließlich ein misslungenes Attentat auf den preußischen König Wilhelm (den späteren Kaiser Wilhelm I., er kam seit 1849 jährlich mit seiner Frau Augusta zur Kur hierher). In der Lichtentaler Allee schoss 1861 ein Student auf ihn, der Schuss streifte aber nur leicht den Hals des Königs. Aus Dankbarkeit für diese Bewahrung spendeten das preußische und das badische Herrscherhaus das Auferstehungsfenster für den Chorraum. Vom preußischen Adel kamen ebenfalls großzügige Spenden. So konnte die Kirche 1864 - zwar noch ohne die beiden Türme-, eingeweiht werden. Im Oktober 1876 waren auch die Türme vollendet.

Das Innere der Kirche wird von den Fenstern in der Apsis des Chores bestimmt: dem Geburts-, dem Kreuzigungs- und dem Auferstehungsfenster im damals gängigen „Nazarener-Stil“ (1863 in der Münchener Glaskunstwerkstatt Eggert angefertigt). Vorne im Chorraum öffnen sich rechts und links in Höhe der Fenster die Wände für zwei Logen. (Die der Kanzel gegenüberliegende war die Fürstenloge.)

Das Mittelschiff erhält sein Licht von den je drei großen Fenstern in den oberen Seitenwänden. Unterhalb der Fenster liegen die Seitenemporen. Ihre Brüstungen sind mit Maßwerk geschmückt. Darunter befinden sich Arkadenbögen, die das Mittelschiff von den beiden Seitenschiffen trennen. Die Bögen ruhen auf Säulen, deren Kapitelle mit floralen Motiven verziert sind, jede der sechs Gruppen mit einem anderen Motiv. Zwischen den Arkaden steigen kräftige Pfeiler empor. In den unteren Seitenwänden befinden sich noch je zwei bunte Glasfenster - die Reformatorenfenster. Auf der rechten Seite Luther und Melanchthon, auf der linken  Zwingli und Calvin. Auf der Orgelempore steht seit 1971 ein Instrument der Fa. Mühleisen, Straßburg, mit drei Manualen und 41 Registern. Im Chorraum befindet sich ein Positiv der Fa. Heintz, Schiltach.

Im Jahr 2016 kam es zu einer weiteren großen Innenrenovierung, bei der u.a. der Boden völlig erneuert wurde. Auch die Orgel wurde gereinigt, renoviert und erweitert.

(gekürzt aus: Helga Tauber, Kurzführer der evangelischen Stadtkirche Baden-Baden)

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Tour 7: Kirche mit Schwarzwaldfeeling pur (Reichental/Schwarzmiß)

Die Wanderung bietet im Bereich Schwarzmiß eine schöne Fernsicht ins Murg- und Rheintal. Beim Wandern kann man durch den großen Höhenunterschied (750 m) ein großes Spektrum der Flora und Fauna kennenlernen.

Wegbeschreibung

Nach unserer Busfahrt von Gernsbach schauen wir uns in Ruhe im Informationszentrum Kaltenbronn um. Dieses informiert über das Naturschutzgebiet Wildsee, über Auerhühner und Luchse und vieles mehr.

Dann starten wir am Zentrum und folgen der gelben Raute in Richtung Parkplatz Schwarzmiß. Nach etwa 800 m erreichen wir den Parkplatz Schwarzmiß und machen einen Abstecher zum einen Kilometer entfernten Hohlohturm (Kaiser Wilhelm Turm). Bei Fernsicht sehen wir das Murg- und das Rheintal.

Über den Schwarzmißparkplatz gehen wir zur Landstraße und halten uns an der Bushaltestelle links talabwärts. Wir folgen der blauen Raute links ab bis wir über den „alter Postweg“ in Reichental ankommen. Wir queren die Landstraße und gehen einige Meter nach rechts, den Weg zur Kirche hinauf. Bekannt wurde diese Kirche übrigens durch die SWR – Serie „Die Fallers“. Die spätgotische St. Mauritiuskirche in Gernsbach Reichental wurde 1897 gebaut. Innerhalb von drei Jahren wurde der Innenschmuck der Kirche errichtet: Der Hochaltar und eine Mutter-Gottes-Statue von Franz Josef Simmler, die Deckenbemalung von Kunstmaler Schultis aus Freiburg und die Wandbemalung von Max Sterz aus Endingen. Wir halten in der Kirche inne, zünden vielleicht eine Kerze an und sprechen ein Gebet.

Dann steigen wir den kleinen Weg von der Kirche wieder hinab und kehren zum Johannesplatz (Bushaltestelle) zurück. Entweder fahren wir jetzt mit dem Bus zurück, oder wir wandern weiter bis nach Gernsbach – Hilpertsau und steigen dort in die S-Bahn.

Dazu gehen wir am Reichenbach entlang (Wegbeschilderung Gernsbacher-Runde) bis wir auf die Murg stoßen. Wir gehen nach rechts an der Bundesstraße entlang bis Hilpertsau und folgen der Beschilderung zur S-Bahn. 

Gut zu wissen:

  • Startpunkt: Informationszentrum Kaltenbronn
  • Zielpunkt: Reichental: 2 Std, oder Gernsbach-Hilpertsau
  • keine Rundwanderung
  • Öffentlicher Nahverkehr: Bus 242 Gernsbach – Kaltenbronn, am besten planen Sie mit www.efa-bw.de
  • Anfahrt: Gernsbach liegt an der B462 zwischen Gernsbach und Weißenbach der Landstraße nach Kaltenbronn folgen
  • Parken: Reichental an der Kirche St Mauritius

Tourentipp:

Öffnungszeiten der Kirche: 9.00 -17.00 Uhr

Sehenswürdigkeiten: Informationszentrum Kaltenbronn

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Tour 8: Ruhigen See ersteigen, besinnliche Kirche genießen

Wegbeschreibung

Wir starten mit unserer besinnlichen Tour am Parkplatz der Johanniskirche und gehen auf der Schifferstraße Richtung Murg. Wir biegen links auf den Sommerbergweg ab und folgen der blauen Raute und den Wegweisern Murgleiter/Seensteig über School und schließlich Beim Schurmsee. Erst aussichtsreich und dann durch den Wald geht es über fast vier Kilometer bergauf. Eine Pause am Schurmsee, vielleicht in der Schutzhütte haben wir uns redlich verdient. Danach folgen wir der gelben Raute hinab zur Schönmünz über die Weggabelungen Reutenhart und Hinterer Seebach. Auf dem Flößerweg folgen wir der Schönmünz flussabwärts bis wir an einem Grillplatz vorbei schließlich bei der Johanniskirche ankommen. Zum Abschluss empfehle ich den Abstecher in die kühle Kirche. Der Körper und die Gedanken kamen bei der Wanderung in Bewegung. In der Kirche St. Johannes kommen beide wieder zur Ruhe. Der Kirchenraum in Schönmünzach ist ganz geprägt von dem großartigen Kreuzweg von Emil Kiess, der über beide Seitenwände der Kirche verläuft und in wunderbar eindrücklichen Farbkompositionen den Leidensweg Jesu darstellt. Der ganze Kirchenraum ist mit für die Gegend typischen Materialien ausgestaltet. Beachtenswert ist dabei besonders die Decke, die in klassischem Schindelbau gefertigt wurde. Einen Ort der Ruhe und Besinnung bietet der hintere Bereich der Kirche. Hier steht ein Tränenkrug, der mit eigenen Sorgen und Nöten, die vor Gott gebracht werden sollen, befüllt werden darf.

Gut zu wissen:

  • Startpunkt/ Zielpunkt: Parkplatz Johanniskirche
  • Anfahrt: Mit dem PKW aus Rastatt auf der L 462 in Richtung Freudenstadt, ca. 10km nach Forbach
  • Parken: an Johanniskirche, Schifferstr. 89, Schönmünzach
  • Öffentlicher Nahverkehr: mit der S8 von Karlsruhe kommend Richtung Freudenstadt

Johanniskirche Schönmünzach; Öffnungszeiten der Kirchen: täglich 9.00 Uhr -17.00 Uhr

Sehenswürdigkeiten: NSG Schurmsee

Einkehrmöglichkeiten:
Grillplatz auf dem Rückweg, direkt an der Schönmünz, ein wenig vor der Kirche, Wassertretanlage als Abstecher

Weitere Informationen: http://www.kath-kirche-baiersbronn.de/

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Tour 9: verliebt, verlobt, … um Schwarzenberg herum

Wegbeschreibung

Wir beginnen unseren Weg an der Haltestelle Schwarzenberg und gehen durch den Ort Schwarzenberg zum Dorfplatz. Das Dorf Schwarzenberg bestand jahrhundertelang nur aus zehn Lehenshöfen und hat sich in dieser Form lange nicht weiterentwickelt. Erst nach und nach kamen im frühen 19. Jahrhundert neue Höfe dazu. Wir gehen an der evangelischen Kirche vorbei und werfen dann einen Blick auf das evangelische Pfarrhaus. Johann Gottlieb Hauff war von 1817 - 1820 Pfarrer in Schwarzenberg. Es ist sehr wahrscheinlich, dass dessen Verwandter Wilhelm Hauff für sein Märchen "Das kalte Herz" die realen Vorlagen in Schwarzenberg und Umgebung fand. Seine Erzählungen von Köhlern, Flößern, Glasmachern und reichen Holzhändlern vermitteln ein anschauliches Bild der unruhigen Zeiten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert. Wir folgen der gelben Route am Friedhof vorbei zur Schwarzenbachquelle. Danach geht es zum Panoramastüble wieder abwärts. Es fällt schwer, in die malerische Landschaft aus Wasser, Fels, Tannendunkel und hellen Wiesen nicht verliebt zu sein. Die Aussicht genießend gehen wir zur Tierhalde, folgen dann der gelben Raute bis zum Grubenweg. Auf der blauen Raute umrunden wir Verlobungsfelsen, bis wir unten an der Murg angelangt sind. Wir sehen, wie die weiten Wiesentäler des oberen Murgtals in enge Schluchten des mittleren und unteren Murgtals übergeht. Jetzt können wir entweder in die Bahn einsteigen, oder wir gehen an der Murg entlang zurück nach Schwarzenberg.

Gut zu wissen:

  • Startpunkt/ Zielpunkt: Haltestelle Schwarzenberg
  • PKW - Anfahrt: über die L 462
  • Parken: an der Haltestelle
  • Öffentlicher Nahverkehr: S8 und S81 aus Karlsruhe Richtung Freudenstadt

Tourentipp:

Öffnungszeiten der Kirchen: im Augenblick leider geschlossen

Einkehrmöglichkeiten: Panoramastüble

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Tour 10: Auf den Wegen der Mönche

Petruskirche Heselbach

Wegbeschreibung

Wir beginnen an der Münsterkirche in Klosterreichenbach, treten ein und lassen die alte und fast ehrwürdige Atmosphäre auf uns wirken. Im Kirchenraum entdecken wir die Spuren von Gläubigen aus allen Zeiten: der Taufstein stammt aus romanischer Zeit, das Sakramentshäuschen stammt aus der Spätgotik, das Kruzifix über dem südlichen Eingang vermutlich aus dem 16. Jahrhundert und das Fenster im Chorraum wurde von dem Künstler Wolf-Dieter Kohler gefertigt. Ausliegende Broschüren informieren genauer über die Geschichte der Münsterkirche.

Nun beginnen wir unsere Wanderung und gehen auf einer ersten Etappe nach Heselbach zur Petruskirche. Barrierefrei gehen wir entlang des Heselbacher Wegs. Wir folgen der blauen Raute auf Waldwegen und Pfaden bis zum Wanderschild „Am Berg“. Von dort aus folgen wir der gelben Raute bis zur Petruskirche.

Wenn wir eintreten, begrüßt uns freundlicher roter Sandstein und leuchtende Paramente am Altar und an der Kanzel in der ansonsten recht schlichten Kirche. Sie hat ein romanisches Gepräge, hat allerdings im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Veränderungen erfahren. Über der Südeingangstüre befindet sich ein aus der Gründungszeit stammendes Relief, das den wiederkommenden Christus als König und Richter der Welt darstellt, darunter die vier Evangelistensymbole – Engel, Löwe, Stier und Adler – mit dem Lamm. Das Chorfenster zeigt den gekreuzigten Christus. In der Heselbacher Kirche sind die ältesten Glocken des Kirchenbezirkes Freudenstadt.

Die nächste Etappe führt uns jetzt auf einem (zunächst asphaltierten) Wirtschaftsweg  (Gernbachweg, nicht weiter mit gelber Raute!) zwischen den Wiesen immer leicht abwärts bis nach Röt. Nach ca. 200 m auf einem Gehweg entlang der L 462 gehen wir rechts die Schönegründer Straße hinauf bis zur Jakobuskirche. Die helle, freundliche Kirche strahlt eine besondere familiäre Atmosphäre aus. Sie lädt ein, innezuhalten und zur Ruhe zu kommen.

100 m nach der Kirche führt ein Weg hinunter zur Bundesstraße, die wir überqueren. Wir gehen rechts kurz hinter der Tankstelle über die Murgbrücke. Ab dem Wanderschild „Sulzwiesen“ gehen wir entlang der rauschenden Murg auf ebenem Weg zurück nach Klosterreichenbach.

Gut zu wissen:

  • Startpunkt/ Zielpunkt: Evang. Münsterkirche Klosterreichenbach
  • Anfahrt: mit Pkw auf der B 462
  • Parken: neben der Kirche am Schwimmbad.
  • Öffentlicher Nahverkehr: mit der S8 aus Karlsruhe kommend, Haltestelle: Klosterreichenbach
  • 9 km, keine größeren Steigungen.
  • Wegbeschaffenheit: durchgehend befestigt, barrierefrei.

Tourentipp:

ev. Münsterkirche Klosterreichenbach

9 - 17 Uhr

ev Petruskirche

1. April bis 31. Oktober von 10.00 - 17.00 Uh

ev Jakobuskirche

1. April bis 31. Oktober von 10.00 - 17.00 Uhr

Einkehrmöglichkeiten: in Klosterreichenbach diverse; in Heselbach unterhalb der Kirche: „Heselbacher Hof“;  in Röt an der B 462: „Hotel Sonne“.

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Tour 11: Beschaulich von Kirche zu Kirche - von Baiersbronn nach Tonbach

Wegbeschreibung

Vom S-Bahnhof Baiersbronn folgen wir dem Radweg rechts über die Schienen und gehen bergauf bis wir zur Marienkirche kommen.1465 wird in Baiersbronn erstmals eine Marienkapelle urkundlich erwähnt. Mit Einführung der Reformation wird die Marienkirche 1534 evangelisch. Sie ist aus rotem Sandstein und schön anzuschauen. Innen liegt ein Gästebuch aus und es läuft meditative Musik.

Über die Uhlandstraße gehen wir weiter Richtung Friedhof. Auf dem Lochweg geht es abwärts, bis wir zum Haltepunkt „Schule“ der S-Bahn gelangen. Wir genießen die Aussicht ins Tal und auf die bewaldeten Hügel gegenüber. Erst gehen wir durch die Unterführung der Bahn und dann über den Murgsteg bis zur Bundesstraße. Diese wird überquert zur Saarstraße.(„Lidl“). Weiter geht es auf gelb markiertem Weg vorbei am Sportstadion, auf der Max-Himmelheber-Straße zur alten Tonbachstraße. Wir wandern am Sägewerk und den Reichenbacher Höfen vorbei, überqueren den Tonbach und die etwas breitere Tonbachstraße und gehen auf dem Wiedenbergweg bergan bis zur Wiedenberghütte.

Nun halten wir uns links und gehen nach Eintritt in den Wald relativ eben auf einem Waldweg Richtung Tonbach, bis das Kurhotel „Sonnenhalde“ erreicht wird. Aussichtsreich ins Tonbachtal hinein und immer geradeaus geht es am Waldrand auf der oberen Sonnenhalde entlang. In der oberen Sonnenhalde thront die evangelische Johanneskirche. Sie ist erfrischend schlicht und hell gestaltet. Wir setzen uns einen Moment, halten inne und genießen die Ruhe. Danach geht es auf dem Sträßchen „Härlisberg“ abwärts bis zum Hotel „Waldlust“. Wir überqueren die Tonbachstraße an der alten Sägemühle und wandern auf dem geteerten Weg bis zu den Freyenhöfen bergaufwärts. Ein kleiner Wanderweg, das Kirchwegle, führt abwärts durch ein kleines Tal mit Bächlein. Bei schönen Aussichten ins Tal gelangen wir über Rinkenteich, Rainbauerngasse und Rappenhof zur oberen Häslergasse, und gehen weiter nach unten bis zum Gasthof „Brücke“ an der Bundesstraße. Über den Zebrastreifen und auf einem kleinen Holzsteg über die Murg geht es weiter am Wohnmobilplatz linksseitig vom gestauten Kanal. Wir gehen über die Schelklewiesen mit Generationenspielplatz bis zur Bahnunterführung. Dort halten wir uns links und gehen auf dem Pappelweg bis zur katholischen Kirche Maria Königin der Apostel. Die Architektur will mit modernen Mitteln Auskunft geben über Glaube und Bekenntnis der Gemeinde. Die zwölf Binder, die die Mauer tragen und die Decke stützen stehen für die Zwölfzahl der Apostel und für die Zahl Zwölf als Zahl der Auserwählung. Über dem Altar erhebt sich die sogenannte Laterne, deren Ring der Endpunkt der zwölf Binder darstellt und damit den Altar als zentralen Ort der Gemeinde hervorhebt. Auch die Fenster und die sonstige Ausstattung sind voller interessanter Motive und Überlegungen. Ein Kirchenführer liegt in der Kirche aus. Wir treten aus der fast geheimnisvoll wirkenden dunklen Kirche wieder ans Tageslicht und folgen dem Pappelweg bis zur Lochstraße. Am Friedhof vorbei gelangen wir wieder an unseren Start- und Zielpunkt Marienkirche.

Gut zu wissen:

  • Startpunkt und Ziel: Bahnhof Baiersbronn
  • Anfahrt: mit dem PKW von Freudenstadt kommend über die L462.
  • Parken: Parkplatz am Bahnhof Baiersbronn
  • Öffentlicher Nahverkehr: S8 und S81 aus Karlsruhe Richtung Freudenstadt
  • Rundwanderung, barrierefrei

Tourentipp:

Einkehrmöglichkeiten:     

Tonbach: Die Traube in Tonbach steht für gehobene Gastronomie. Auch das Hotel Tanne empfiehlt sich mit einer excellenten Küche. 

Wanderern ist wohl eher die Prinzenstube oder in Baiersbronn die Mühlbachstube am Bahnhof zu empfehlen.

Informationen zu den Gebäuden:

ev Johanneskirche in Tonbach (geöffnet, hell, 1950 erbaut, Holzskulptur)

ev Kirche in Baiersbronn Montag bis Freitag von 9.30 - 17.00 Uhr, meditative Musik, Gästebuch

katholische Kirche Baiersbronn täglich von 9.00 -17-00 UhrKirchen- und Kapellenwege um den Nationalpark

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Tour 12: Helle Kirche am Nationalparkrand (Baiersbronn-Tonbach)

Wegbeschreibung

Wir gehen vom Wanderparkplatz aus hinunter zum Hotel Waldlust. An der alten Sägmühle vorbei gehen wir dann am gluckendern Tonbach entlang. Der Erlebnispfad „Wilder Wald im Wandel“ führt entlang des Tonbachs an den Standorten Bei den Tennisplätzen, Liegewiese, Am Brunnenweg, Dieter Finkbeiner Hütte, und An der Furt vorbei. Hier kürzen wir den Erlebnispfad ab und gehen direkt Richtung Standort Beim Pudelstein. Der Pudelstein ist ein gewaltiger Felsblock aus Bundsandstein, der zu Ende der letzten Eiszeit vor ca. 12000 Jahr aus der Karwand des Steinmüssekars brach und auf der Gletscherzunge bis hier ist Tal rutschte. Wie der Name Pudelstein zeigt, ranken sich viele Sagen und Mythen um dieses eindrucksvolle Naturdenkmal mitten im Wald. Wir genießen den Blick auf den Felsblock und empfinden uns angesichts dieser Größe ganz klein.

Wir steigen wieder hinab zum Tonbach und betreten den Nationalpark Schwarzwald. Wir folgen der gelben Raute an den Standorten Wiesenhütte, Pflanzgarten vorbei bis zur Löchleshütte. Da wir im Nationalpark sind, nehmen wir auf die Natur besonders acht. Sehen wir umgefallene Bäume? Hören wir Vögel? Sehen wir andere Tiere, oder Spuren von ihnen?

Bei der Löchleshütte überqueren wir den Tonbach und machen uns auf den Rückweg. Wir passieren die Standorte Flößerhütte und Wildgehege. Das Wildgehege informiert anschaulich über das Rotwild im Nationalpark. Zwischen dem Standort unterer Zinken und Forsthütte liegt die Grenze des Nationalparks, den wir nun wieder verlassen. Auf der Tonbachstraße geht es leicht bergab und wenn wir hungrig und durstig sind, kehren wir ins Hotel Tanne ein und bestaunen die Nationalparkstube. Danach geht es weiter, den Härlisberg hinauf und wieder hinunter bis wir zur evangelischen Johanneskirche auf der oberen Sonnenhalde gelangen. Wir treten in die erfrischend schlicht und hell gestaltete Kirche ein. Neben dem Taufstein steht eine Holzskulptur, die die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer zeigt. Als Johannes Jesus im Jordan taufte, tat sich der Himmel auf und eine Taube – der Heilige Geist – flog auf Jesus hinab. Und es war eine Stimme zu hören, die sagte: Das ist mein geliebter Sohn. Der blaue Himmel, der sich im Fenster über der Holzskulptur zu öffnen scheint, erinnert uns an die Stimme Gottes.

Gut zu wissen:

  • Startpunkt/ Zielpunkt: Haus des Gastes in Tonbach
  • Anfahrt: über die L 462
  • Parken: Wanderparkplatz Haus des Gastes
  • Öffentlicher Nahverkehr: Bushaltestelle Waldlust

 Tourentipp:

Öffnungszeiten der Kirche: Bitte beim Pfarramt erfragen

Sehenswürdigkeiten: Pudelstein

Einkehrmöglichkeiten: Nationalparkstube im Hotel Tanne sehr empfehlenswert

auch im Winter gut begehbar

 

Informationen zu den Gebäuden:

evangelische Kirche Tonbach tagsüber geöffnet, hell, 1950 erbaut, Holzskulptur, Johanneskirche

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Tour 13: Liebe kleine Holzkirche, still und schön (Obertal)

Wegbeschreibung, barrierefrei (mit Kinderwagen)

Wir starten an der Evangelischen Kirche in Obertal. Die schlichte Kirche wurde 1932 innerhalb von 8 Monaten ganz aus Holz errichtet. Architekt Seytter sagte während des Baus: Diese Kirche sei ein Kind des Waldes, so wie die Obertäler Kinder des Waldes seien.

Bevor wir in die Kirche eintreten, machen wir uns auf den Weg durch den Schwarzwald und gehen auf dem Kraftenbuckelweg nach oben bis links der Wald beginnt (Murgleiter). Dann biegen wir nach links in den Buchenweg ab. Auf dem Buchenweg geht die Rundwanderung oberhalb der Parz, in die Braunengasse, über den Braunenrank (Waldrandweg) geradeaus. Auf Höhe der Parzelle Röhrsbächle gehen wir links und folgen der Straße Röhrsbächle bis zur früheren katholischen Petruskirche.

Der Weg biegt nach rechts auf die Schliffkopfstraße ab bis zur Glashütte Buhlbach. Am Schlössle gehen wir nach links in den Böhringerweg und auf einem Wiesenweg bis hoch an den Waldrand. Jetzt führt der Weg nach links weiter zum früheren Cafe Rösle in der Buhlbachsaue. Dort biegen wir nach rechts zur Lärchenhütte ab.

Am Waldrand halten wir uns Tal einwärts an den Tennisanlagen vorbei, und vorbei an den Minigolfanlagen oberhalb des Freibades bis der Weg die Straße Weiherweg kreuzt. Von dort aus geht es weiter geradeaus am Waldrand entlang, bis schließlich ein steiler asphaltierter Weg links zum Duftkräuterwegle hinunterführt. Wir folgen diesem Weg und halten uns an der Duftkräuterweghütte rechts bis hinunter zu den Seen und Wassertretanlagen im Kurpark. Wir verlassen den Kurpark Richtung Ruhesteinstraße. Bevor wir Murgcafe einkehren, gehen wir in die architektonisch interessante katholische Kirche St. Markus. Im Inneren laden uns mehrere Stationen zur Besinnung ein: Eine Klagemauer, in die Sorgen, Hoffnungen, Freuden und Nöte vor Gott abgelegt werden können; eine Sammlung verschiedener Bibeltexte, die zum Nachdenken und Sich-ansprechen-lassen einladen und eine Meditation zum Vater unser.

Nach dieser Besinnung treten wir wieder an die frische Luft. Am Murgcafe halten wir uns rechts, gehen den Kraftenbuckelweg hinauf und gelangen zur wieder Evangelischen Kirche. Wir treten in eine „liebe kleine Holzkirche“ ein, die still und schön in Obertal liegt. In der Kirche fällt unser erster Blick nach vorne zu den Glasfenstern mit acht Motiven aus dem Leben Jesu, die von Walter Kohler 1933 geschaffen wurden.  

Gut zu wissen:

  • Startpunkt/ Zielpunkt: Ev. Kirche in Baiersbronn-Obertal, Kraftenbuckelweg 11
  • Anfahrt: Mit dem PKW aus Baiersbronn auf der L 401 in Richtung Obertal/Ruhestein/B 500
  • Parken: an der Evangelischen Kirche
  • Öffentlicher Nahverkehr: Haltestelle Adler in Obertal (FDS) aus Freudenstadt kommend
  • Rundwanderung: Ja

Tourentipp:

Öffnungszeiten der Kirchen: normalerweise 9.00 – 17.00 Uhr

Sehenswürdigkeiten: Wassertretanlagen, Glashütte

Einkehrmöglichkeiten: Hotel Adler und Murgcafe und andere

Mögliche Zugaben ab Duftkräuterweg: über Köpfle, Aiterbach, Peterlesbuckel und Wiedenbrunnen zurück

Informationen zur Evangelische Kirche Obertal

s.o. und: Gäste- und Gebetsbuch in der Kirche, Vorraum: Zu Gast bei Freunden, Orient Teppich- Knüpferei Obertal, Vögel unter dem Himmel und Lilien auf dem Felde und Christus in der Mandorla. Glasfenster: erster Blick beim Besuchen der Kirche nach vorne zu den Fenster. 8 Bildfelder

Walter Kohler, 1933 schuf diese Glasfenster mit Motiven aus dem Leben Jesu

Informationen zur katholischen Kirche St Markus

Ein architektonisch interessantes Kirchengebäude. Seit kurzem Stationen, die zur Besinnung einladen: Eine Klagemauer, in die Sorgen, Hoffnungen, Freuden und Nöte vor Gott abgelegt werden können; eine Sammlung verschiedener Bibeltexte, die zum Nachdenken und Sich-ansprechen-lassen einladen; eine wunderbare Meditation zum Vater unser…

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Tour 14: Rund um die Christuskirche Mitteltal

Foto: Gunther Seibold

Wegbeschreibung

Im Kurgarten hinter der Kirche folgen wir rechts dem Weg in den Eulengrundweg. Dort gehen wir entlang dem Hotel Bareiss bergauf zwischen sonnigen Wiesen und entlang eines plätschernden Baches. Wir verweilen einen Moment beim Damwild und beobachten die durchs Füttern zahmen Tiere. Hinter dem Damwildgehege folgen wir dem Weg in den Wald folgen Richtung Ruhbach. Am Waldrand entlang führt uns der Weg zum Ruhbach. Ein kleiner Abstecher auf kleinen Pfaden hinunter zum Ruhbach lässt Kinder- und Wanderherzen höherschlagen. Weiter geht es ins Tal hinab. Auf der Teerstraße gehen wir bis zum Hagkopf. Von dort aus sind es nur noch wenige Minuten über den Ödenhof zurück zur Kirche.

 

 

Zur Geschichte der Christuskirche

Reformationszeit: Der Priester Konrad Beer wird lutherischer Pfarrer – von 1533 bis 1551 auch für Mitteltal zuständig.1791 Fleckenbrand in Baiersbronn. Brand der Kirche, Wiederaufbau 1840, 1846 Beschluss des Gemeinderats zum Bau einer zweiten Kirche in Mitteltal. 1848-1856 Krieg und Notjahre, 1866 Gründung des Kirchenbaufonds in Mitteltal und Beschluss des Kirchenbaus, 1868, 10. April, erster Spatenstich, Grundsteinlegung am 1. Juni 1868, 1867 auf 1868 Bau der Kirche unter dem Bauunternehmer Kläger&Holzenthaler, vor allem durch Mitteltäler Handwerker und Bauern

7. November 1869 Kircheneinweihung - Kosten des Baus 43.534 fl 42 cr; das entspricht ca. 500.000 EUR, 1965 Innenrenovierung der Kirche. 1994 erhält die Kirche den Namen „Christuskirche“, 2017 Innenrenovierung. 

 

 

Sehenswürdigkeiten in der Nähe

Hotel Bareiss, Weißenbach, Damwildgehege, Morlokhof

Zahlreiche Einkehrmöglichkeiten

 

 

Gut zu wissen:

  • Die Kirche ist Oktober und November 2017 wegen Renovierung geschlossen!
  • Startpunkt/ Zielpunkt:  Christuskirche Mitteltal in der Ortsmitte; Weg ca. 45 min. Familienwanderung, Spielplätze
  • Anfahrt: Mit dem PKW aus Baiersbronn auf der L 401 in Richtung Obertal/Ruhestein/B 500
  • Öffentlicher Nahverkehr Bus Linie 21 oder Freizeitbus Linie F11 von Baiersbronn Bhf nach Mitteltal Lamm
  • Parken: Hinter der Kirche

 

 

Tourentipp

Öffnungszeiten der Kirchen:  Ostern bis Erntedank täglich 8.00 - 18.00 Uhr; danach sonntags nach dem Gottesdienst bis 18.00 Uhr.

Weitere Informationen: www.kirchengemeinde.mitteltal.de

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Tour 15: Zur Michaelskirche nach Friedrichstal – ein Kleinod im Forbachtal

Michaelskirche Friedrichstal

Michaelskirche Friedrichstal

Wegbeschreibung

Vorbei am Hotel „Rappen“ und Elektro-Möhrlen wandern wir abwärts durch den alten Kurpark zum Bahnhof. Nach dem Überqueren der Gleise geht es an der Bäckerei Ziegler vorbei über den Kanal zum Steg über den Forbach. Dann biegen wir links ab vorbei an der neuapostolischen Kirche etwas steiler aufwärts den Stöckerweg hoch bis zum Hotel „Stöckerhof“. Links abgebogen auf den Reuteweg, genießen wir die schönen Ausblicke. Oberhalb der Kartonfabrik geht es Richtung Friedrichstal, dann kommen wir rechts vom Forbach auf dem St. Michaels-Weg am Felsenbrunnen vorbei. Der achteckige rote Bau vor uns ist nicht zu übersehen: Wir sind an der Michaelskirche angelangt und kehren ein. Von innen ist die kleine gemütliche Kirche ganz mit Holz verkleidet. Sie wird gerne für Hochzeiten und Taufen genutzt. Sonntags wird hier um 9.00 Uhr Gottesdienst gefeiert.

Erfrischt gehen wir auf dem Kniebisweg abwärts Richtung Schwäbische Hüttenwerke, dann links ab vorbei am Sportplatz nun auf dem Weg „Am Sensenhammer“ wieder Richtung Baiersbronn. Immer direkt am Forbach entlang kommen wir zur Kartonfabrik und gehen auf dem Uferweg weiter bis zur Bäckerei Ziegler. Von dort über die Gleise und durch den alten Kurpark zurück zum Start- und Zielpunkt Marienkirche.

Gut zu wissen:

  • Startpunkt: Evang. Marienkirche, Oberdorfstr. 46
  • Zielpunkt: Evang. Marienkirche, Oberdorfstr. 46
  • Anfahrt: mit dem PKW von Freudenstadt kommend über die L462. 
  • Parken: beim Rathaus direkt neben der Kirche
  • Öffentlicher Nahverkehr: S8 und S81 aus Karlsruhe Richtung Freudenstadt 

Tourentipp:

Sehenswürdigkeiten: Königlich Schwäbischen Hüttenwerke: SHW

Einkehrmöglichkeiten in den zahlreichen Baiersbronner Cafés und Restaurants

Rundwanderung ja

Informationen zu den Gebäuden:

Evang. Michaelskirche geöffnet: Anfang April bis Ende Oktober montags bis freitags von 10.00 - 17.00 Uhr

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Tour 16: Von der Renaissance zur Moderne - Freudenstädter Kirchenrunde. Ein Gang von der Stadtkirche Freudenstadt zur Taborkirche.

Renaissanceportal der Stadtkirche Freudenstadt

Fresko aus der Taborkirche Freudenstadt

Wegbeschreibung

Die Tour beginnt an der Tourist-Information Freudenstadt. Von hier  ist der besondere Winkelhakenbau der Freudenstädter evangelischen Stadtkirche gut  zu erkennen. Er ergibt sich aus dem Stadtbauplan von Heinrich Schickhardt, der den Stadtgrundriss quadratisch, einem  Mühlebrett  ähnlich, entworfen  hat.  Mit  Überqueren  der Straße betreten wir den unteren Marktplatz, der uns mit seinen Wasserspielen empfängt . Nach wenigen Schritten stehen wir vor dem Renaissance-Portal der Stadtkirche.   Wir treten ein in den hellen Kirchenraum und begeben uns gemessenen Schrittes in sein Zentrum. Der mächtige, ehrwürdige Taufstein aus dem 11. Jahrhundert  fesselt unseren Blick. Sein Bildprogramm aus Pflanzen und Tieren legt nahe, dass es sich mit der Überwindung der Sünde durch die Taufe beschäftigt.  Neben dem Taufstein zieht  das berühmte „Freudenstädter Lesepult“  unsere Aufmerksamkeit auf sich.  Wohl niemand kann unberührt bleiben angesichts der ernsten Würde, mit der die vier romanischen Evangelisten das Wort Gottes auf ihren Schultern tragen.  Es besteht die Möglichkeit, in der Stadtkirche einen Kurzführer zu erwerben, der  weitere Informationen zur Kirche bietet.  Wir verlassen die Kirche, gehen den „Winkelhaken“ aus,  bleiben unter den Arkaden bis zur Fußgängerampel, wo wir rechts in die Loßburger Straße einbiegen. Auf dieser  spazieren wir bis zum Promenadeplatz und biegen dort nach links ab in die Lauterbadstraße.  Linker Hand liegt vor uns das denkmalgeschützte Kurhaus. Es lohnt einen Besuch und einen Gang durch den schönen Kurgarten.  Wir gehen jedoch weiter auf der Lauterbadstraße, bis rechts die Friedrich-Ebert - Straße abzweigt. Diese Straße liegt am Park Courbevoie mit einem Gefallenen-Mahnmal von Fritz Nuss (1907-1999). Der Park war früher der Friedhof von Freudenstadt. Dies hatte eine gewisse Bedeutung für die Stadtortentscheidung zum Bau der Taborkirche.  Parallel zum Park gehen wir auf der Herzog-Friedrich-Straße und biegen nach rechts in die Kolpingstraße ein.  Sie führt  geradewegs auf das Eingangsportal der Taborkirche zu.  Wir betreten die Kirche und unser Blick wird sogleich auf das große Fresko von der Verklärung Christi im Altarraum gelenkt.  Die Künstlerin des Bildes ist  Maria Hiller-Foell (Stuttgart, 1880-1943). Als Vorlage diente ihr eine Darstellung der Ikonenmalerei. Wir nehmen Platz und lassen das Fresko auf uns wirken und zu uns sprechen.  Genau so, wie es bei einer Ikone richtig wäre. Nach unserem meditativen Verweilen entdecken wir mit einem Rundgang  die verschiedenen Marienfiguren.  Auf dem Weg zum Ausgang leuchtet uns farbenfroh ein Glasfenster entgegen mit der Darstellung des Harfe spielenden Königs David. Auch dieses ist von Maria Hiller-Foell entworfen. 

(Über diesen Link erhalten Sie weitere Informationen zur Taborkirche: http://se-freudenstadt.drs.de/index.php?id=10806.) 

Es empfiehlt sich, die Eindrücke aus den  beiden Kirchen  bei einem Gang auf den Kienberg, dem Freudenstädter Hausberg, zu bedenken. Dazu gehen Sie zurück zur Friedrich-Ebert-Straße und wandern diese weiter bergauf. Sie mündet in die Herzog-Friedrich Straße, die weiter zum Kienberg führt. Sie erreichen das Lokal „Friedrichs“ und sehen dahinter den Friedrichsturm.  Besteigen Sie diesen unbedingt, um aus luftiger Höhe den Stadtgrundriss und die Türme der besuchten Kirchen zu sehen.

Gut zu wissen:

  • Startpunkt:  Touristinformation Freudenstadt, Marktplatz 64
  • Anfahrt: Mit dem Auto: B 28 oder B 294
  • Parken: Tiefgarage Marktplatz
  • Öffentlicher Nahverkehr: Mit der Bahn: Ausstieg Freudenstadt Stadtbahnhof. 7 Minuten Fußweg bis zum Marktplatz.
  • Von Mai bis Mitte Oktober mit dem Kurbähnle auf den Kienberg und zurück. Start: Stadtkirche

Tourdauer: Im Stadtgebiet  ca. 1 bis 1,5 Stunden, mit Kienbergwanderung ca. 2,5 Stunden

Tourentipp: Öffnungszeiten der Kirchen: Taborkirche und Stadtkirche täglich 10 – 17 Uhr.

Barrierefreiheit: Stadtkirche: nein; Taborkirche: ja

Einkehrmöglichkeiten: Marktplatz Freudenstadt Cafés und Restaurants, auf dem Kienberg das „Friedrichs“

Informationen zu den Gebäuden:

Evangelische Stadtkirche Freudenstadt, Grundsteinlegung Mai 1601 durch Herzog Friedrich, fertiggestellt Mai 1608. Bei Kriegsende 1945 Zerstörung der Stadtkirche. 1947 Beginn des Wiederaufbaus, Fertigstellung 1950. 2008 Feier  400 Jahre evangelische Verkündigung.

Kunstschätze der Freudenstädter Stadtkirche: Der Taufstein, 12. Jh., das Lesepult, ca. 1150, das Kruzifix, die Engel, die Schlusssteine der Gewölbedecke.

Taborkirche Freudenstadt, Architekt Otto Linder, 1930 Grundsteinlegung, geweiht 16. August 1931. Große Renovierung mit teilweiser Rückführung zur ursprünglichen Planung 2016.

Kunstschätze der Taborkirche: Fresko von der Verklärung Christi, Maria Hiller-Foell.

Pieta aus dem 15. Jahrhundert, Renaissance-Madonna 16. Jahrhundert.

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