Kapelle St. Michael

 
 

Von außen fällt das tief heruntergezogene Dach der Kapelle auf. Es ist einem Schwarzwaldhaus nachempfunden. Der schlanke Turm stilisiert eine Schwarzwaldtanne.
 
Im Innern leuchtet die Kapelle wie eine Laterne. Kein geringerer als der bekannte Künstler Emil Wachter hat die modernen Beton-Glasfenster entworfen. Er greift darin die Namensbedeutung des Patrons der Kapelle auf: „Mi-cha-el“ bedeutet „Wer ist wie Gott?“. Damit greift er ein menschliches Urthema auf: das Ringen zwischen Gut und Böse. Der Erzengel Michael scheint den bösen Mächten zuzurufen: Wer maßt es sich an, wie Gott zu sein? Eine detaillierte Beschreibung der Fenstermotive findet man in der Auslage in der Kapelle.
 
Das Kreuz über dem Altar stammt aus dem 16. Jahrhundert, eine Statue des Hl. Michael im Kampf mit dem gestürzten Engel aus dem 18. Jahrhundert.
 
An der Rückseite der Kapelle hat der Künstler Karl Manfred Rennertz im Jahr 2003 den mächtigen „Flügel“ des Erzengels Michael aus Eiche geschaffen. Beschützend neigt er sich an der hohen grauen Betonwand zum Betrachter. Mahnend erhebt er sich über solche die meinen „wie Gott zu sein“. Ein besonderes Gefühl sich unter diesen Flügel zu stellen und die mächtige Schutzmacht Gottes über sich zu ahnen.
 

In den 20er Jahren dachte man erstmals an eine Kapelle am Mummelsee. In einem Saal des Mummelseehotels wurde um diese Zeit an Sonntagen für Personal und Gäste Gottesdienst gehalten.
 
Doch erst 1937 konnte die erste Kapelle eingeweiht werden. Sie befand sich gleich neben dem Hotel, dort wo der Fahrweg zur Hornisgrinde beginnt. Sie wurde dem Erzengel Michael geweiht, eine mutige Mahnung in einer Zeit, in der die Nationalsozialisten immer mehr an Macht gewannen. 
In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Touristenstrom an der Schwarzwaldhochstraße und gerade auch am Mummelsee immer größer. Die kleine Kapelle reichte räumlich nicht mehr aus. Pfarrer Kiehnle von Seebach leitete deshalb den Bau einer größeren Kapelle 1970/71 am heutigen Standort in die Wege. Architekt Franz Fuchs aus Ottenhöfen hat die Kapelle gut in die Landschaft eingepasst.
 
Ca. 100 Sitz- und 150 Stehplätze konnten nun die Gottesdienstbesucher aufnehmen. Am Sonntag um den Michaelstag (29. September) pilgern viele Seebacher in einer Prozession zur Mummelseekapelle, um ein Versprechen vom Ende des Krieges zu erfüllen.
 

  • spirituelle Seerundgänge: In der Kapelle finden sich zwei kleine Heftchen mit den Titeln „Seerundgang im Schweigen“ und „Seerundgang für zwei die sich mögen“.
  • Beide Heftchen beinhalten Impulse und Gebete für einen geistlichen Seerundgang alleine oder zu zweit.
    barrierefreier Rundgang um den See.
  • Wanderungen zur Hornisgrinde: Entweder über den Dreifürstenstein und den Bohlenweg übers Hochmoor oder über die Fahrstraße hinter dem Hotel in gleichmäßiger Steigung bis zur Grindenhütte.
  • Wanderung zum Hohfelsen: Gegenüber des Hotels den Wanderweg talwärts zum Hohfelsen mit Aussicht über das Achertal.
  
 

Kontakt

Katholische Kirchengemeinde Achertal